SPD Stadtverband Hofgeismar

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Kreis-SPD regt Stiftung für Beberbeck an – Kloster Eberbach als Vorbild für nachhaltige touristische Entwicklung

Veröffentlicht am 29.12.2010 in Landkreis

Uwe Schmidt

Die SPD im Landkreis Kassel will eine nachhaltige Zukunft für Beberbeck. „Wir schlagen die Bildung einer Stiftung vor, die eine ökologische und ökonomische Entwicklung der Reinhardswald-Region zum Zweck hat“, erläutert SPD-Unterbezirksvorsitzender Uwe Schmidt. Nach dem Vorbild der Stiftung „Kloster Eberbach“ soll sich die Stiftung um die Zukunft der Domäne Beberbeck, der Sababurg und des Friedwaldes im Reinhardswald kümmern.

Die Stiftungsidee, die auf eine Anregung von Landrat a. D. Dr. Udo Schlitzberger zurückgeht, sei der beste Weg, die touristische Entwicklung rund um Beberbeck „ganzheitlich und zukunftsorientiert“ voranzubringen. Schmidt: „Nach dem Aus für die bisherigen gigantischen Planungen ist jetzt Augenmaß und Transparenz im Verfahren notwendig“. Nur so könne das von den Verantwortlichen in Hofgeismar verspielte Vertrauen zurück gewonnen werden. „Es muss Schluss damit sein, dass Visionen eines Bürgermeisters, die sich als heiße Luft entpuppt haben, als vermeintliches nordhessisches Leuchtturmprojekt sinnvolle Entscheidungen zur Zukunft von Beberbeck und der Reinhardswaldregion verhindern“, ergänzt die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck. Staatsminister Dieter Posch habe mit seinen klaren Aussagen und dem Signal zu weiteren Unterstützung für die touristische Entwicklung der Region „genau das richtige gesagt und getan“, so Gottschalck weiter. Jetzt komme es darauf an, gemeinsam die realistische Schritte für die Zukunft von Beberbeck zu gehen.

Im Rahmen einer Stiftung „Reinhardswald“, die auch Träger des vom Kreistag beschlossenen Naturparks Reinhardswald werden könnte, könne die Domäne Beberbeck behutsam weiterentwickelt werden, erläutert Dr. Schlitzberger seinen Vorschlag. „Die Domäne soll nach unserer Auffassung mit mindestens 600 Hektar Fläche als landwirtschaftlicher Musterbetrieb erhalten werden und gleichzeitig deren Erträge als Einnahmequelle für die Stiftung dienen“, so der ehemalige Landrat. Außerdem könne die Stiftung die historischen Gebäudeareale in Beberbeck in Kooperation mit Investoren oder Hotelbetreibern als nachhaltiges Tourismusprojekt sanieren und ausbauen. Dr. Schlitzberger: „Weitere Betätigungsfelder der Stiftung könnten der Ausbau der Sababurg zu einer betriebswirtschaftlich sinnvollen Bettenzahl im Zusammenhang mit dem Ausbau in Beberbeck sowie der Betrieb des Friedwalds sein“. Die Stiftung könne zur Erfüllung ihrer Aufgaben eng mit dem Tierpark Sababurg, dem Wasserschloss Wülmersen und dem Ecomuseum Reinhardswald zusammenarbeiten. „Wir werden im Kreistag eine solche Zusammenarbeit und auch eine Beteiligung an der Stiftung unterstützen“, kündigt die Fraktionsvorsitzende Gottschalck an.

Ausschlaggebend sei jedoch die Bereitschaft des Landes, den Weg, den es für das Kloster Eberbach gegangen ist, auch im Reinhardswald zu gehen. „Das Land müsste als Stiftungsvermögen die Domäne, die Sababurg und den Friedwald einbringen – sinnvoll wäre auch die Sicherstellung der bereits im Landeshaushalt eingeplanten bis zu 30 Millionen Euro für die ganzheitliche Entwicklung der Reinhardswaldregion“, betont UB-Vorsitzender Schmidt. Als nächstes werde er das Gespräch mit Staatsminister Posch suchen, um die Erfolgschancen des Stiftungsvorschlags auszuloten.
Da das Land Hessen einen vergleichbaren Weg mit der Stiftung „Kloster Eberbach“ gegangen ist, sei eine Landesstiftung für den Norden Hessens „keine Luftnummer, sondern eine reale Option, über die es sich zu reden lohnt“, so Schmidt weiter. Er werde sich als Landrat gern für diese Lösung einsetzen und könne sich auch vorstellen, bei der Geschäftsführung für die Stiftung und den Naturpark mit dem Land Hes-sen eng zu kooperieren. „Ich kann als Aufsichtsratsvorsitzender des NVV und auch bei der Flughafen Kassel-Calden GmbH feststellen, dass wir in vielen Dingen gut mit dem Land Hessen zusammenarbeiten – eine Ausweitung einer solchen Kooperation steht aus meiner Sicht nichts im Wege“, so Schmidt abschließend.

 

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