
Angesichts der finanziellen Herausforderungen bei der Umsetzung der aktuellen Stadthallenpla-
nung schlägt die SPD-Fraktion im Stadtparlament Hofgeismar eine Alternative vor, die sowohl eine
langfristige Lösung für einen kulturellen Veranstaltungsort als auch die Sicherung von Arbeitsplät-
zen bietet. Der Antrag fordert Verhandlungen zum Erwerb des im Zwangsversteigerungsverfahren
befindlichen Hotel- und Gastronomiebetriebs im Erlenweg 2 und die Nutzung der Räumlichkeiten
als Ersatz für die Stadthalle.
„Aufgrund der prognostizierten finanziellen Lage benötigen wir eine Alternative zur aktuellen Pla-
nung“, erklärt Tim Kolle, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Hofgeismar als Mittelzentrum benötigt
zwingend weiterhin einen kulturellen Veranstaltungsort. Die bisherigen Stadthallenpläne sind je-
doch aus finanzieller Sicht nicht tragbar. Der Hotel- und Gastronomiebetrieb im Erlenweg bietet
die Möglichkeit, diese Lücke kurzfristig zu schließen und gleichzeitig einen stabilen wirtschaftlichen
Rahmen zu gewährleisten.“
Die SPD-Fraktion fordert den Magistrat auf, Gespräche mit dem aktuellen Eigentümer des Objekts
zu führen, um den Erwerb der Gebäude und der Betriebseinrichtungen zu prüfen. Dabei soll auch
eine langfristige Sicherung des Gastronomiebetriebs als Pachtmodell angestrebt werden, um Ar-
beitsplätze zu erhalten und die lokale Wirtschaft zu unterstützen. „Wir würden Arbeitsplätze si-
chern und erhalten die gastronomische Infrastruktur, die Hofgeismar zugutekommt“, so Kolle wei-
ter. „Neben der Lösung des Stadthallenproblems ist dies eine Chance für Hofgeismar, positive wirt-
schaftliche Impulse zu setzen und den Tourismus zu fördern. Wir schaffen mit dieser Lösung nicht
nur eine langfristige Veranstaltungsstätte, sondern auch eine Grundlage für die Zukunft des Gast-
ronomiebetriebs“, erklärt Frank Nikutta, ebenfalls Fraktionsvorsitzender der SPD.
Der Antrag umfasst unter anderem die Prüfung, ob der Saal des Hotel- und Gastronomiebetriebs
als Ersatz für die Stadthalle genutzt werden kann. Sollte es aufgrund der zeitlichen Dringlichkeit
nicht möglich sein, rechtzeitig zu einer Lösung zu kommen, wird der Magistrat beauftragt, die Ver-
handlungen nach dem Zwangsversteigerungstermin fortzusetzen, sofern kein Zuschlag erfolgt.
„Die Stadt Hofgeismar muss jetzt zukunftsfähige Lösungen entwickeln, um sowohl die kulturellen
Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zu sichern als auch die finanzielle Belastung der Stadthal-
lenplanung zu vermeiden. Die SPD-Fraktion setzt sich dafür ein, dass die Stadt Hofgeismar eine
bestmögliche Entscheidung für ihre Zukunft trifft“, schließt Tim Kolle.