„Kurve Kassel“

Veröffentlicht am 02.04.2019 in Presse

SPD Fraktion Hofgeismar beantragt Alternativprüfung zur „Kurve Kassel“

Die Deutsche Bahn AG (DB Netz) hat unter der Projektbezeichnung „Kurve Kassel“ mit der Planung einer Gleisverbindung nördlich von Kassel zwischen den Eisenbahnstrecken Paderborn – Kassel und Kassel – Nordhausen begonnen. Grundlage dafür ist der Bundesverkehrswegeplan 2030, in dem das Projekt als „Vordringlicher Bedarf“ zur Beseitigung von Engpässen im Güterschienenverkehr eingestuft wurde. Die DB Netz hat bisher im Rahmen einer frühen Beteiligung der Öffentlichkeit in einer Bürgerversammlung in Fuldatal am 07.11.2018 und am 1. „Runden Tisch“ am 25.02.2019 in Vellmar drei Streckenvarianten als „Korridore“ für die „Kurve Kassel“ präsentiert:
1. Espenau-Mönchehof - Staufenberg-Speele

2. Espenau-Mönchehof - Fuldatal-Ihringshausen

3. Verbindungskurve Niedervellmar

Durch den Bau der „Kurve Kassel“ sollen künftig Güterzüge über diese Verbindungsstrecke fahren und den Weg zum Rangierbahnhof Kassel (Kopfbahnhof) samt Richtungswechsel einsparen. Damit werden zusätzliche Kapazitäten auf der Ost-West-Verbindung zwischen Hamm – Halle/Leipzig frei, die durch zusätzlichen Güterverkehr genutzt werden sollen. Diese Mehrbelastung von fast 50 Güterzügen am Tag würde auch Hofgeismar enorm betreffen und belasten, so SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Nissen. 

Da es mit den bestehenden Schienenverbindung Altenbeken-Ottbergen-Bodenfelde-Northeim-Nordhausen bzw. Altenbeken-Ottbergen-Bodenfelde-Göttingen-Eichenberg-Nordhausen Alternativen zu den vorgestellten Planungen gibt, werden die Planungen zur „Kurve Kassel“ abgelehnt und die Planung der Alternativen gefordert.

Deshalb hat die SPD-Fraktion Hofgeismar folgenden Beschluss ins Stadtparlament eingebracht:

Die Stadtverordnetenversammlung lehnt die Planungen der „Kurve Kassel“ ab und beauftragt den Magistrat sich dafür einzusetzen, dass die bestehende Schienenverbindung Altenbeken-Ottbergen-Bodenfelde-Northeim-Nordhausen bzw. Altenbeken-Ottbergen-Bodenfelde-Göttingen-Eichenberg-Nordhausen als Alternative für die angestrebte Beschleunigung des Güterschienen-verkehrs auf der Ost-West-Achse und die Entlastung der Knotenpunkte Hannover und Magdeburg genutzt wird.

Der Beschluss wurde von der Stadtverordnetenversammlung ohne Gegenstimme gefasst.

 

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