
Die SPD-Fraktion Hofgeismar hat zwei Anträge eingebracht, mit denen der städtische Bauhof ge-zielt entlastet und vorhandene Personalressourcen effizienter eingesetzt werden sollen. Im Mittel-punkt stehen die Grün- und Beetpflege sowie der Auf- und Abbau städtischer Hütten bei Veranstal-tungen.
Bei der Beetpflege schlägt die SPD vor, künftig verstärkt auf freiwillige Patenschaften zu setzen. Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Initiativen oder Unternehmen sollen die Möglichkeit erhalten, geeignete öffentliche Beete und kleinere Grünflächen zu übernehmen. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob einzelne, klar abgrenzbare Pflegeleistungen wirtschaftlicher durch externe Dienstleis-ter erledigt werden können. Dazu fordert die SPD eine transparente Gegenüberstellung externer Angebote mit den tatsächlichen Kosten des Bauhofs.
„Wir wollen bürgerschaftliches Engagement stärker ermöglichen und gleichzeitig schauen, wo wir unseren Bauhof sinnvoll entlasten können. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Aufgaben pau-schal auszulagern. Entscheidend ist für uns eine ehrliche Wirtschaftlichkeitsbetrachtung“, erklärt Fraktionsvorsitzender Ingo Pies.
Auch beim Auf- und Abbau der städtischen Hütten sieht die SPD Entlastungspotenzial. Geprüft werden soll, ob bei Stadtfesten, Märkten und anderen Veranstaltungen kurzfristig Beschäftigte eingesetzt werden können. Als weitere Möglichkeit bringt die Fraktion eine Kooperation mit der BDKS ins Spiel. Ziel ist eine flexible Lösung für die punktuell auftretenden Arbeitsspitzen, ohne dauerhaft zusätzliches Personal vorhalten zu müssen.
Co-Fraktionsvorsitzender Friedrich Willig betont: „Unser Bauhof hat ein breites Aufgabenspektrum. Deshalb sollten wir genau hinschauen, welche Arbeiten zwingend mit eigenem Fachpersonal erle-digt werden müssen und wo andere Lösungen sinnvoll und wirtschaftlich sein können. Gerade bei regelmäßig wiederkehrenden oder gut planbaren Tätigkeiten lohnt sich dieser Vergleich.“
Für die SPD gehören beide Anträge zu dem Ziel, die städtischen Strukturen kontinuierlich auf ihre Wirtschaftlichkeit und Organisation zu überprüfen. Dabei sollen weder Fremdvergaben noch ande-re Modelle vorweggenommen werden. Vielmehr sollen zunächst belastbare Zahlen und praktische Möglichkeiten auf den Tisch.
„Wir wollen einen leistungsfähigen Bauhof, dessen Mitarbeiter dort eingesetzt werden, wo sie wirklich gebraucht werden. Wenn wir gleichzeitig Bürgerengagement fördern, soziale Kooperatio-nen ermöglichen oder bestimmte Aufgaben wirtschaftlicher organisieren können, sollten wir diese Möglichkeiten zumindest prüfen“, erklären Pies und Willig abschließend.